Wassersport auf der Schlei

Stand: 2007

Die flussartige Schlei gehört eigentlich in die Reihe der großen Ostseeförden des Landes und ist mit 40 km Länge deren längste, zugleich auch die schmalste und flachste, weshalb sie seit Jahrhunderten als Seefahrtstraße ausschied. So nahm auch Schleswig an ihrem Ende eine wirtschaftlich weniger günstige Entwicklung als die anderen Fördestädten. Die Schlei scheidet die Landschaften Angeln und Schwansen voneinander und durchfließt eine liebliche Hügel- und Wiesenlandschaft mit wenigen Waldstücken. Bei einer durchschnittlichen Breite von 1000m verengt sie sich bis auf 135 m bei Missunde und erweitert sich vor Schleswig auf 4000 m. Ihre tiefste Stelle ist 15 m. Die Ufer bilden zahlreiche Halbinseln und Noore. Da die Schlei nur von unbedeutenden Auen Zustrom erhält, hat sie fast keine Strömung, sondern bis zur Hälfte (Lindaunis) Salzwasser, dann Brackwasser.

Vor die Mündung hat die Ostsee eine starke Sandbarre gelegt, die künstlich offen gehalten wird. Im Mittelalter bildete die Schlei eine wichtige Grenze zwischen Holsten und Sachsen diesseits, Jüten und Angeln jenseits. Ihre Häfen sind Schleswig am Anfang und Kappeln der Mündung. Den Verkehr über die Schlei vermitteln für die Bahnlinie Kiel-Flensburg und den Straßenverkehr die Klappbrücke Lindaunis, für die Straße durch Schwansen die Klappbrücke von Kappeln und die Fähren von Missunde und Arnis. Die in der Schlei vorkommenden Fische sind Brasse, Plötze, Zander, Hecht, Hering, Aale, Barsch, Lachs und Schleie.

An Schleswig-Holsteins Küsten liegen rund 100 Häfen. Vom halb verschlickten Hafenpriel, der nur noch einheimischen Fischern bekannt ist, bis zum „Fährhaus nach Skandinavien“, den modernen Fähranlegern in Travemünde und Kiel, reicht die Skala. Insgesamt schätzt man allein die Zahl der Liegeplätze für Sportboote an unseren Küsten auf rund 25 000. Der Wassersportler hat die Wahl zwischen dem kleinen verträumten Fischereihäfen und der supermodernen Marina mit allem Komfort und Service. Alle hier aufgeführten Häfen nehmen Gastlieger auf, mal nur für eine Nacht, mal für drei Wochen. Freie Liegeplätze sind durch grüne Schilder gekennzeichnet.

Wessen Segelkünste für die freie See noch nicht ganz ausreichen, für den bieten die Binnenseen Schleswig-Holsteins die besten Übungsreviere. Erkundigen Sie sich in Ihrem Urlaubsort, für welche privaten Seen Sie eine besondere Erlaubnis benötigen.

Die Schlei ist auch ein ideales Surfrevier. z.B. Maasholm, Winningmay/Füsing. Den Motorbootfahrern in Schleswig-Holstein sind die Binnenseen aus Gründen des Naturschutzes weitgehend verschlossen, aber Nord- und Ostsee, Schlei Eider und Nord-Ostsee-Kanal dürfen Sie befahren. Dazu kommen Elbe, Trave und weitere reizvolle Fördelandschaften. Dafür ist der Sportbootführerschein See notwendig. Auf der Schlei können Sie mit Booten bis 5 PS Motor ohne Führerschein fahren.

 

Bootsliegeplätze, Bootshäfen/Schlei

Schleswig

 

Haddeby

Fahrdorf

Am Rundhafen

Das Schleihaus

Fleckeby

Bohnert

Brodersby/Schlei

Brodersby

Lindaunis

Lindaunis:

Karschau

Kopperby

Kappeln

Maasholm

Arnis

 

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